Dichtehöhe (Density Altitude, DA) ist die Druckhöhe korrigiert um die Temperaturabweichung von ISA — also die Höhe in der ICAO-Standardatmosphäre, in der die Luftdichte gleich der aktuellen ist.
Warum wichtig?
Flugzeug-Leistung hängt von Luftdichte ab, nicht von der direkten Höhe:
- Höhere DA → geringere Luftdichte → geringere Triebwerksleistung, geringerer Auftrieb bei gleicher TAS, längere Startstrecke, höhere Stallgeschwindigkeit (in TAS).
- Faustregel: Hot, High, Humid = High DA = degraded performance.
Berechnung mit Faustregel
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DA ≈ Druckhöhe + 120 × ISA-Abweichung
ISA-Abweichung = OAT − (15 − 2 × Höhe in 1 000 ft)
Genauer mit Navigationsrechner (CRP-5/E6B) oder direkt aus dem AFM-Performance-Diagramm ablesen.
Beispiel-Berechnung
Gegeben: Druckhöhe 3 000 ft, OAT +30 °C.
- ISA-Temperatur bei 3 000 ft = 15 − 2 × 3 = +9 °C
- ISA-Abweichung = 30 − 9 = +21 °C
- DA ≈ 3 000 + 120 × 21 = 5 520 ft
Das Flugzeug "denkt", es sei bei 5 520 ft — Startstrecke, Steigrate, Reisegeschwindigkeit, TAS verhalten sich entsprechend.
Auswirkungen mit steigender DA
| Parameter | Effekt |
|---|---|
| TAS bei gleicher IAS | steigt (Δ ≈ 2 % pro 1 000 ft DA) |
| Startstrecke | steigt deutlich |
| Steigrate | sinkt |
| Steiggradient | sinkt |
| Triebwerksleistung | sinkt (außer turbogeladen) |
| Stallgeschwindigkeit (IAS) | bleibt etwa konstant; TAS-Stall steigt |
| Landestrecke | steigt (höhere TAS bei Aufsetzen) |
Operative Praxis
- Bei hohem Sommer-DA: AFM-Diagramme immer prüfen, nicht nur Standardwerte annehmen.
- Bei Hochplatz (z. B. Aspen, Innsbruck im Sommer) mit hoher OAT: signifikant reduzierte Nutzlast oder verlängerte Pistenbedingungen.