Die meisten Leichtflugzeug-Triebwerke sind luftgekühlt — keine Wasserkühlung, sondern Fahrtwind durch Kühlrippen am Zylinderkopf.
Komponenten der Luftkühlung
| Komponente | Funktion |
|---|---|
| Kühlrippen (Cooling Fins) | Vergrößern die Oberfläche am Zylinderkopf für Wärmeabgabe |
| Kühlluftleitbleche (Baffles) | Lenken die Fahrtwind-Luft durch die Kühlrippen, nicht daran vorbei |
| Cowl Flaps (an manchen Mustern) | Pilotengesteuerte Klappen an der Motorhaube — auf zur Erhöhung des Kühlluftstroms (Steigflug, hoher Leistung), zu für niedrigeren Widerstand (Reiseflug, Sinkflug) |
Wichtigste Temperaturen
| Instrument | Englisch | Limit | Steuerung |
|---|---|---|---|
| CHT | Cylinder Head Temperature | Typgebunden (z. B. Lycoming O-320: 260 °C max., Reiseflug ≤ 200 °C) | Leistung reduzieren, Gemisch anreichern, Cowl Flaps öffnen |
| Öltemperatur | Oil Temperature | Typgebunden (z. B. Lycoming O-320: 245 °F = 118 °C max.) | Leistung reduzieren; Steigrate flacher |
Operative Hinweise
- Vor Run-up nicht zu schnell hochfahren — Motor muss erst warm sein (Öltemperatur in den grünen Bereich).
- Steigflug nach Start: Bei langem Steigflug Anstieg-Profil ggf. abflachen, wenn CHT der oberen Grenze nähert.
- Schock-Abkühlung (Shock Cooling) vermeiden: bei leistungsloser Sinkflug-Phase die CHT fällt zu schnell, kann Spannungsrisse im Zylinder verursachen.
- Empfehlung: mit etwas Leistung sinken (z. B. 1500 RPM statt Leerlauf).
- Vor Voll-Power-Go-Around: Motor langsam wieder aufwärmen.